Aus Nutzern werden Anwender

„Es soll einfach nur funktionieren“ ist selten einfach und funktioniert auch oft nicht so, wie es soll. In IT-Abteilungen stehen wir regelmäßig vor der Herausforderung, das alte System mit der neuen Hardware oder Software kompatibel zu gestalten. Eine Legacy, die uns hindert und Zeit kostet. Wir wünschen uns leichtere Konvertierungen, bessere Kompatibilitäten.

Eine vergleichbare Legacy haben wir auch bei unseren Mitarbeitern. „Früher ging das aber so“, heißt es dann oft, doch nach kurzer Zeit ist auch das vorbei und neue Möglichkeiten werden gefunden und verwendet. Wir wünschen uns eine Lösung, die den Nutzer schon beim ersten Schritt selbst befähigt, die notwendigen Anforderungen umzusetzen.

Weiterentwicklung als Grundprämisse

Digitalisierung, als Träger der Globalisierung, ermöglicht es, dass nur noch ein einzelner Entwickler irgendwo auf der Welt etwas erschaffen muss, was von allen verwendet werden kann. Intelligente Systeme, die Regelmäßigkeiten erkennen, erschaffen Automatismen, die solche Entwicklungen individuell anpassen. Und im Idealfall entsteht so ein neues Programm, welches erkennt was ich vorhabe und mir daraufhin die Funktionalität selbstständig implementiert.

Dafür fliegen Begriffe wie NoCode und LowCode durch den Raum. Ein Programm niederschreiben zu können mit einer Art PseudoCode, oder in Entwicklungsoberflächen, die keinerlei tiefgreifendes Verständnis über bisher bekannte Programmiersprachen benötigen.

Doch das ist längst keine Fiktion mehr und erst Recht keine Magie was da geschieht. Wir sind schon seit 30 Jahren in dieser Entwicklung. Unsere Mitarbeiter schreiben doch bereits kleine Codes, indem sie =SUM(…) in einer Excel Tabelle schreiben, ohne zu verstehen, wie genau der Computer rechnet. Auch beispielsweise ein App-Entwickler muss schon seit mehreren Jahren nicht mehr wissen, was genau der Compiler macht. Denn es ist irrelevant, was da im Hintergrund geschieht – es funktioniert.

Welchen Herausforderungen werden wir in unseren IT-Abteilungen begegnen?

Wir stehen vor einem Wandel, der unseren Mitarbeiter von einem Nutzer zu einem Anwender werden lässt. Ein Anwender, der ohne Vorkenntnisse in der Lage ist, seine Logik, seine Intelligenz, in digitale Vorgänge umwandeln zu lassen und im Idealfall in einer beliebigen Sprache, die der Anwender sprechen will. IT-Abteilungen unterstreichen damit abermals, dass sie nicht nur das nötige Übel, sondern vielmehr ein Wegbereiter sind. Wir schaffen neue Räume, in denen sich unsere Mitarbeiter bewegen können.

Cheers
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